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schon gewusst?

 Fragen:

1. Was versteht man unter dem 'Nichtangriffspakt von Gijón'? 

2. Wie oft muss eine 1. Bundesliga-Mannschaft die Meisterschaft geholt haben, wenn sie 3 Meistersterne auf ihrem Trikot abgedruckt hat? 

3. Wie hieß der erste deutsche Bundestrainer? 

4. Wer ist gemeint, wenn vom 'Bomber der Nation' die Rede ist? 

5. Wer schoss das dritte deutsche Tor beim sog. 'Wunder von Bern' 1954? 

6. Welche Mannschaft ist seit 2003 Fußballweltmeister der Frauen? 

7. In welchem Jahr begann die erste Spielzeit der 1. Bundesliga? 

8. Wie viele WM-Titel hat Brasilien schon in der Tasche? 

9. Welche Mannschaft wird bis heute als 'Goldene Elf' verehrt? 

10. Welche Mannschaft hält den Weltrekord für den höchsten Sieg bei einem WM-Qualifikationsspiel?  

 

Antworten: 

1) Der Nichtangriffspakt von Gijón bezeichnet das Skandalspiel vom 25. Juni 1982 zwischen den Fußballmannschaften aus Deutschland und Österreich im abschließenden Gruppenspiel der WM-Vorrunde. Dabei genügte der deutschen Mannschaft ein knapper Sieg um ins Viertelfinale einzuziehen. Nach dem ersten deutschen Tor in der 11. Minute, wurde der Ball nur noch im Mittelfeld hin und her gespielt. Seit diesem Eklat werden Gruppenspiele immer gleichzeitig ausgetragen. 

2) Nach zehn Meistertiteln stehen der Mannschaft drei Sterne zu. 

3) Otto Nerz war nach seiner Fußballkarriere erster Reichstrainer des DFB von 1923 bis 1936. 

4) Gerd Müller wird auch 'Bomber der Nation' genannt, weil er mit seinen 68 Toren in 62 Länderspielen und 365 Toren in 427 Bundesligaspielen der erfolgreichste Stürmer der deutschen Fußballgeschichte war. 

5) In der 84. Spielminute erzielte Helmut Rahn den entscheidenden Treffer zum 3:2 Endstand. 

6) Die deutsche Mannschaft gewann 2:1 gegen Schweden. 

7) Nachdem der DFB am 28. Juli 1962 den Beschluss zur Gründung einer Fußball-Bundesliga fasste, begann die erste Spielzeit 1963. 

8) Brasilien wurde bislang fünfmal Weltmeister und zwar 1958, 1962, 1970, 1994 und 2002. 

9) Als Goldene Elf wird die ungarische Fußballnationalmannschaft von 1950 bis 1954 bezeichnet. 

10) Australien hält den derzeitigen Weltrekord für den höchsten Sieg bei einem WM-Qualifikationsspiel mit einem erstaunlichen 31:0 gegen Amerikanisch-Samoa im Jahre 2001.

 

Die Wahrheit über Fußballweisheiten

Never change a winning team!

FALSCH! „Nach Auswertung von mehr als 1.000 Spielen musste ich feststellen, dass diese seit Jahrzehnten kursierende Weisheit das reinste Märchen ist. Denn egal ob Fußballmannschaften im Vergleich zum erfolgreichen vorausgegangenen Spiel ihre Aufstellung änderten oder nicht – sie gewannen immer etwa 37 Prozent der folgenden Spiele.“

Moderner One-touch-Fußball bringt Erfolg!

NEIN! Loy: „Bälle, die direkt weitergeleitet werden, bringen eine höhere Fehlerquote mit sich. Sowohl nach kurzen Pässen (direkt: 82 %, nach Ballkontrolle: 92 %) als auch von langen Pässen (direkt 72, nach Ballkontrolle: 80 %) nahmen jene häufiger einen positiven Verlauf, bei denen der Ball erst kontrolliert wurde.“

Das Gegentor fiel zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt!

FEHLEINSCHÄTZUNG! Loy: „Der Londoner Professor Peter Ayton hat anhand einer Studie zu über 350 Spielen der Premier League mit dem Halbzeitergebnis 1:0 festgestellt, dass keinerlei Zusammenhang zwischen dem Resultat am Ende des Spiels und dem Zeitpunkt des Torerfolgs besteht. Es ist also völlig egal, wann man das 1:0 erzielt.“

Früher liefen Spieler mehr!

IRRTUM! Loy: „Die Untersuchungsergebnisse von Laufleistungen der Spieler seit dem Jahr 1952 zeigen, dass die von den Spielern bewältigte Wegstrecke dramatisch zugenommen hat. Wurden einst gerade einmal mehr als 3.000 Meter pro Spiel gelaufen, so sind es heute 11 bis 12 Kilometer.“

Über die Flügel kommt man schneller zum Erfolg!

STIMMT NICHT! Loy: „Eine Analyse zu mehr als 10.000 Angriffen zeigt: Angriffe über die Mitte ziehen zu 1,5 Prozent aller Fälle ein Tor nach sich. Doch auch Vorstöße über die Außen führen zu 1,5 Prozent zu einem Tor.“

Man muss mehr aus der 2. Reihe schießen!

UNWAHR! Loy: „Anhand eigener Analysen von 30.000 Torschüssen ist mir der Nachweis gelungen, dass innerhalb des Strafraums jeder 7. Torschuss erfolgreich ist, von außerhalb nur jeder 37. Schuss. Bei einer Entfernung von über 22 Metern benötigt man mehr als 56, bei einer Distanz von 27 Metern sogar über 70 Schüsse für einen Treffer.“

Der Gefoulte soll den Elfer nicht selber schießen!

UNHALTBAR! Loy: „Die Computer-Analyse von 2.000 Strafstößen zeigt, dass sowohl die gefoulten als auch die nicht gefoulten Spieler etwa 75 Prozent ihrer Strafstöße verwandeln.“

Wer die meisten Zweikämpfe gewinnt, gewinnt das Spiel!

WIDERLEGT! Loy: „Nach der Analyse von 250.000 Eins-gegen-Eins-Situationen ist mir der Nachweis gelungen, dass lediglich etwa 40 Prozent aller Fußballspiele von der zweikampfstärkeren Mannschaft gewonnen werden.“

Trainerwechsel bringen nichts!

DOCH! Loy: „Sie bringen nicht nur kurzfristig eine Leistungs-Steigerung. Sonja Bick und Daniel Mahnken haben in ihrer Diplomarbeit anhand von 455 Trainerwechseln zwischen 1981/82 bis 2004/05 herausgefunden, dass Trainer, die mindestens 20 Spieltage mit der Mannschaft arbeiten konnten, auch eine Positionsverbesserung in der Tabelle erreichten.“

Sex vorm Spiel ist leistungsmindernd!

UNSINN! Loy: „In seinem ,Lexikon der Medizinirrtümer’ erklärt Dr. Werner Bartens: ,Natürlich werden beim Geschlechtsakt Energien und Kraftreserven verbraucht. Aber das ist nicht alles, was beim Sport wichtig ist. Denn sexuelle Aktivität treibt auch den Testosteronspiegel bei Männern in die Höhe, außerdem steigert sie meist die Laune, die Aufmerksamkeit und verbessert das Lebensgefühl."

Sportwissenschaftler und Buch-Autor Roland Loy: In den letzten 20 Jahren hat er 3.000 Partien systematisch ausgewertet, im Stadion und auf Video. Für das Buch „Lexikon der Fußballirrtümer“ analysierte er u.a. 250.000 Zweikämpfe, 60.000 Ballkontakte, 3.000 Freistöße. Sein Durchbruch: Bei einem Vortrag von Loy Mitte der 80er-Jahre war Trainer-Legende Dettmar Cramer unter den Zuhörern. Der stellte den Kontakt zu Franz Beckenbauer her. Loy beriet den damaligen Teamchef der Nationalmannschaft beim WM-Triumph 1990, in Marseille und bei den Bayern, baute später die „ran“-Datenbank von Sat 1 auf.

 

 

Fußballjargon

In die deutsche Sprache hat auf dem Fußballplatz und in der Berichterstattung ein spezieller Fußballjargon Einzug gehalten. Der Jargon wird vor allem von Fußballspielern, Fußballtrainern, Fußballfans bzw. -interessierten und in Fernsehen und Rundfunk wiedergegeben. Der Fußballjargon ist als Umgangssprache eine Sondersprache, die der (häufig vereinfachten) Kommunikation unter den Fußballbeteiligten dient. Auch dadurch findet eine Abgrenzung nach außen sowie eine Identitätsbildung untereinander statt. Begriffe wie beispielsweise „die Sense ausfahren“, „bolzen“, „über den Ball säbeln“, „einen Spieler umlegen“, „Fußballhochburg“ oder „einen Pass blind spielen“ sind typische Begriffe des Fußballwortschatzes. Hinzu werden von den Beteiligten immer wieder bekannte Fußballsprüche wie „Der Ball ist rund“, „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“, „Ein Spiel hat neunzig Minuten“, „Angriff ist die beste Verteidigung“ und „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt“ verwendet. In anderen Ausdrücken spiegeln sich sportliche Trends wieder: die "kontrollierte Offensive" als Spieltaktik in den 1980er Jahren, oder die "Viererkette" als Standardformation in der Abwehr der 2000er Jahre. Wiederum andere Ausdrücke spiegeln historische Fußballereignisse wieder: Als "Sommermärchen" wird rückblickend die Fußball-WM 2006 bezeichnet, "Meister der Herzen" (ein extrem unglücklicher Vizemeister) wurde der FC Schalke 04 im Jahr 2001. "Cordoba" steht in Österreich als Synonym für den historischen Sieg gegen Deutschland bei der Fußball-WM 1978. Ein Teil des klassischen und oft wiederholten Fußballjargons gilt in der Fußballszene selbst als abgedroschen und wird gelegentlich ironisiert wiedergegeben, belächelt oder bestraft: ein Ausdruck dieser Haltung ist das vom Deutschen Sportfernsehen eingeführte sogenannte Phrasenschwein, ein Sparschwein, in das Talkgäste ein Strafgeld zahlen müssen, wenn sie besonders abgedroschene Fußball-Phrasen von sich geben.

Ein Spezialfall ist das Wort „Leo“, das sich auf dem Fußballplatz die Spieler einer Mannschaft des Öfteren zurufen. „Leo“ (auf den Ball bezogen) bedeutet soviel wie „Lass“ oder „Hab ich“, welche während des Spiels nicht erlaubt sind und sogar mit indirekten Freistoß und gelber Karte bestraft werden können.

Quelle: Wikipedia

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 15. Juli 2009 )
 
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